Förderung von Menschlichkeit

 

[ilc-slider] Menschlichkeit und Gender – Herausforderung für uns selbst und für andere

„Die Menschheit befindet sich an einem kritischen Punkt: Einerseits beginnt sich ein neues globales Bewusstsein zu kristallisieren, ein Gefühl der Zugehörigkeit füreinander, das rassen-, religionszugehörigkeits- und genderübergreifend ist; ein Wissen, dass wir in Wahrheit alle Brüder und Schwestern sind. Dieses wachsende Gefühl ruft nach einer anderen Antwort und Verantwortung bei der Erschaffung einer globalen Gemeinschaft, in der die Werte Respekt, Fürsorge und Würde jedes Lebewesens, ungeachtet der Genderzugehörigkeit, ein wesentlicher Bestandteil jeder Gemeinschaftsstruktur sind. Andererseits vernehmen wir einen gewaltigen Ruf der Verzweiflung in Nationen rund um den Globus auf der Suche nach neuen Lösungen für eskalierende Armut, Krankheiten, Krieg, Terrorismus und Schädigung der Umwelt, etc.

Wir als Menschheit können die Probleme der Welt nicht ansprechen, ohne gleichzeitig die Themen, inneren Einstellungen und Verhaltensweisen anzusprechen, die eine Abkehr von der Menschlichkeit darstellen und die uns immer noch davon abhalten, ein Teil der Lösung zu werden. Ein Gender alleine kann die Probleme der Welt nicht lösen. Wenn beide Gender, Mann und Frau, im Dienste der Menschlichkeit zusammenkommen, wird jedoch eine Chance bestehen. Wir streben danach, eine neue Vision über das Mann- und Frausein aufzubauen und auf eine Partnerschaft zwischen den Geschlechtern hinzuarbeiten, die den Stärken und herausragenden Eigenschaften beider Geschlechter voller Achtung gegenübersteht.

Die Welt und Menschheit benötigt Frieden und Sicherheit. Feminenza arbeitet beständig darauf hin, mehr Frieden zu generieren und den Kindern von morgen ein besseres Erbe zu hinterlassen. Jeder von uns ist ein Motor für Veränderung. Anstatt immer mit dem Finger auf notwendige Veränderungen in unserer Gesellschaft zu zeigen, müssen wir auf persönlicher Ebene Verantwortung für die Zukunft dieses Planeten übernehmen. Regierungen befolgen die Wünsche der Menschen. Es liegt daher an uns als Individuum – und als Gemeinschaft – die Werte, die wir auf diesem Planeten sehen möchten, zu leben und zu bewahren.“

Im Jahr 2006 organisierte Feminenza eine viertägige Tagung bei den Vereinten Nationen in Nairobi mit dem Titel „Humanity and Gender (Utu na Undugu): A Gathering of Vision in a Time of Change“ (Menschlichkeit und Gender: eine visionäre Zusammenkunft in Zeiten der Veränderung). Annähernd 80 Nicht-Regierungsorganisationen beschäftigten sich mit den oben erwähnten Herausforderungen. Die Tagung stellte einen Meilenstein des UNESCO PEER Culture of Peace Network dar.

Feminenza setzte seitdem die Arbeit fort und half Frauen und Männer aus der Region der Afrikanischen Großen Seen (hauptsächlich Kongo, Ruanda, Burundi, Sudan, Somalia, Uganda, Tansania und Kenia) dabei, Wertschätzung füreinander aufzubauen und ihre Bande über alle ethnischen, stammesgeschichtlichen, gesellschaftlichen und genderspezifischen Unterschiede hinweg zu stärken. Die Arbeit schuf eine Plattform, auf deren Basis Mädchen und Frauen aus der Region die Möglichkeit finden konnten, innere Wunden, die durch Vergewaltigung oder Völkermord entstanden waren, heilen zu lassen.

Wir danken Paul Gomis von UNESCO PEER für seine Ermutigung und seine fortlaufende Unterstützung. Durch seine Hilfe und die Unterstützung des UNESCO PEER Culture of Peace Network konnten wir das Vergebungs- und Versöhnungsprogramm in die Wege leiten. Für weitere Informationen kontaktieren Sie info@feminenza.org.

Mehr Informationen über die Arbeit von Feminenza zu Menschlichkeit finden Sie in den Artikeln in der Rubrik „Fragments of Humanity“ – „Fragmente von Menschlichkeit“ auf dieser Website.